1.September 2019 - Deutsche Züchterfreunde zu Besuch

Eine große Gruppe deutscher Hochlandrinderzüchter besuchte uns im Rahmen ihrer Züchterreise nach Oberösterreich.

Dabei gab es ein Wiedersehen mit guten alten Bekannten wie Gisela Klosner, die 2009 beim ersten Schaufahren der Schneiderlehener in St. Donat die Jungtierschau gerichtet hatte.

Dabei kamen wir zum ersten Mal mit einem „Mascherl“ nach Hause.

 

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17.und 18.August 2019 - OÖ Züchterreise zur Arlenherde nach St. Anton am Arlberg

Es ist immer wieder beeindruckend, eine Hochlandrinderherde auf der Hochalm zu sehen.

Hermann Strolz lud uns ein, seine Arlenherde auf der Alm im Verwall zu besuchen.

Dabei erfuhren wir sehr viel über die alte, gewachsene Tradition und die Regeln der Almwirtschaft.

…. Und es gab ein Wiedersehen mit Timo vom Schneiderlehen, der dort ein wahres Paschaleben führt.

Ein großes Dankeschön an Hermann Strolz und seine Familie für die Organisation dieser schönen Tage!

 

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4.Mai 2019- FIH Mitgliederversammlung auf Schneiderlehen

Ein informativer Vormittag mit Vorträgen von Vertretern des FIH und des Kontrollverbandes – ein gemeinsames Mittagessen, natürlich mit Fleisch vom Hochlandrind – und am Nachmittag ein Besuch auf Schneiderlehen.

Dort stellte die Firma Neugschwandtner aus Münzbach die „Mobile Schlachtanlage“ aus dem Pilotprojekt der OÖ Landesregierung vor.

Es war schön, Züchter verschiedenster Fleischrinderrassen auf dem Hof begrüßen zu dürfen.

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31.März 2019 - Robin vom Schneiderlehen und sein neues Zuhause

Bestens auf die Reise vorbereitet kommt Robin Ende März auf den Rottaler Hochlandrinderhof zu Nikolaus Lefin, wo er die schönen Mädchen decken darf.

Einige Wochen später holt ihn seine neue Besitzerin Maria Eichstätter zu sich nach Margarethenthann ins deutsche Hopfenland.

Maria bewirtschaftet dort mit ihrer Mutter in der Holledau einen großen Hochlandrinderzuchtbetrieb. 

Wir wünschen ihr mit Robin viel Freude und Glück!

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2018-12-05 Freude für die Schneiderlehener

 

Schneiderlehen freut sich über das Ergebnis der weltweiten Virtual Highland Cattle Show 2018.

Unser Herdenchef Thymus vom Knausserwald aus der Anpaarung EHC Taurus B mit Camilla vom Knausserwald erringt Platz 1 der Gruppe 7 – peoples choice.


Eine paar Daten zur Herkunft von Thymus:

David Pease züchtete von den Anfängen der 70er Jahre bis 1996 großrahmige Highlands unter dem Herdennamen Glen Osprey Farm (GOF). Er exportierte einige davon nach Deutschland, Schweden und Dänemark. In den 90iger Jahren erreichte seine Zucht einen absoluten Höhepunkt nach 20 Jahren strengster Selektion. Namhafte Bullen wie GOF Stepdancer, der nach Glengorm exportiert wurde, GOF Beau Geste, GOF Baakka oder GOF Broadstone stammen aus dieser Zeit. 2006 kaufte Oliver Behringer vom dänischen Züchter vier Nachkommen der 1996 nach Dänemark importierten GOF Tiere, unter anderem den Großvater von Thymus „ Soenderholm Victor“. Victors Urgroßmutter väterlicherseits war „Keijoasan Yanuff“, kanadischer Champion 1991. Victors Sohn EHC Taurus B aus der Anpaarung mit Camorra I vom Knausserwald  wurde dann der neue Zuchtbulle bei Resi und Karl Buchmaier, die immer mit großer Achtsamkeit auf die kanadische Abstammung ihrer Zuchttiere schauten. Thymus vereint die Rahmigkeit  und Bemuskelung seiner väterlichen Linie mit dem besonders Typvollen seiner Mutter Camilla vom Knausserwald.

Thymus vererbt diese Qualitäten sehr dominant an seine Nachkommen weiter.


2018-11-18 Besuch aus dem hohen Norden

 

 

 

Niina und Philipp Mayer von Mantereen Tila in Finnland organisierten den Besuch von über 20 finnischen Hochlandrinderfreunden am 18. November 2018 bei uns auf Schneiderlehen.

Mit zu Besuch kamen Züchterfreunde aus Oberösterreich, Niederösterreich und unsere Freunde Carine und Marc Scheer aus Luxemburg.

 

 


 

Mit viel Interesse beobachteten die Gäste die Tiere und beim gemütlichen Zusammensein entstand ein lebendiger Austausch über unser Lieblingsthema „Hochlandrinderzucht“.

Zum Abschied wurden wir zu einem Gegenbesuch nach Finnland eingeladen.

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 2018- 10- 27 u. 28 Low Stress Stockmanship – Philipp Wenz auf Schneiderlehen

 

Philipp Wenz´ Weise, mit Rindern zu arbeiten, ist geprägt von Respekt, Konsequenz und einem hohen Maß an Bezogenheit zum Tier.

siehe: www.stockmanship.de

Gefordert werden - jedoch nicht überfordert –  so lernten an diesem Wochenende Aischa, Yamina, Sagina II, Moro, Thelon und Timber die Halfterführigkeit kennen.

Natürlich testeten sie auch ihre Grenzen aus, doch schon bald entschieden sie, sich freiwillig kontrollieren zu lassen.

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2018 -10 -06  Seminartag über Funktionelle Klauenpflege und  Klauengesundheit

 

 Am 6. Oktober 2018 führte Franz Wolkerstorfer bei uns auf Schneiderlehen eine große Gruppe engagierter Hochlandrinderzüchter  aus OÖ und NÖ in die Theorie und Praxis der Funktionellen Klauenpflege ein.

Er zeigte uns in beeindruckender  Weise,  wie durch den funktionellen Klauenschnitt die physiologische Funktion der Klaue gewährleistet wird.  Ziel dabei ist die Rückführung der Klaue auf ihre natürliche Form und Größe, damit sie ihre Funktion wahrnehmen kann - die Innen- und Außenklauen tragen jeweils 50% des Gewichts ausgewogen auf den 4 Beinen.

 


Die Arbeitsabfolge gliedert sich in 5 Schritte, ausgehend von der jeweils kleineren Klaue als Maßklaue. Die größere Klaue wird in Länge und Dicke angepasst, sodass beiden Klauen zusammen eine plane Auftrittsfläche bilden, die im  90 Grad Winkel zur Längsebene des Mittelfußknochens liegt.  Anschließend wird der Zwischenklauenspalt freigeschnitten (unter Schonung des axialen Tragrandes!), der Bereich des Beugeknorrens wird durch das Schneiden einer Hohlkehlung entlastet. Defekte werden in einem nächsten Schritt beschnitten und zum Abschluss lose Hornteile entfernt. Diese Methode wurde Ende der Sechzigerjahre von Dr. Egbert Toussant Raven entwickelt mit dem Ziel, jeweils 2 stabile Klauen nebeneinander zu haben, sodaß das Gewicht sich gleich verteilen kann.


 

Auf Schneiderlehen stellte sich die 12-jährige Anja vom Schneiderlehen als handsames Model zur Verfügung.  Im vorangegangenen  Theorieteil wurde sehr anschaulich dargestellt, wie komplex eine gesunde Klaue mit  angemessenen Haltungsbedingungen, mit der Art der Leistung, des Stoffwechsels und der Fütterung, mit der stimmigen Klauenpflege und natürlich auch mit Genetik und Zuchtwahl in Verbindung steht. Darüber hinaus machte er uns mit der Symptomatik häufiger Klauenerkrankungen vertraut.


Im Anschluss daran setzten wir uns unter den Strahlen der wärmenden Herbstsonne in gemütlicher Runde zusammen.

Wir danken Franz Wolkerstorfer für seinen Einsatz an diesem Tag und wünschen uns, dass ihm unser Interesse ebenfalls Freude gemacht hat.

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2018-06-16  BIO Feldtage auf Bio-Landgut Esterhazy

 

 

Yoko und ihre Tochter Yamina durften bei den Bio Feldtagen 2018 auf dem Bio-Landgut Esterhazy  in Donnerskirchen im Burgenland die Hochlandrinder repräsentieren.

Sie taten es mit Ruhe und Gelassenheit. Die Organisatoren hatten für einen feinen, ruhigen  Platz gesorgt mit ausreichend Schutz vor Sonne, auf dem sich die beiden an diesen zwei Tagen sichtlich wohl fühlten. 


 

Immer wieder entstanden interessante Gespräche über Aspekte der  Hochlandrinderhaltung bis hin zu gesellschaftlichen  Themen im Umfeld der biologischen Landwirtschaft.
Für die Kinder war es besonders aufregend, Tiere mit so langen Hörnern ganz aus der Nähe zu sehen, ihnen Futter durchzuschieben und Fragen stellen zu können.


Einen Bericht der "Biofeldtage 2018" finden Sie in der österr. Bauernzeitung 
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2018- 05-19  Il rivedere!

 

Ein alter kalabresischer Landsitz inmitten des Parco Nationale della Sila,eine Herde quicklebendiger Hochlandrinder begleitet von den ersten Kälbern,

köstliches Essen und Trinken  und ein Gastgeber, der seinen österreichischen Züchterkollegen seine Heimat und seine Freunde vorstellt.

 

Dem begegnete ich bei meinem zweiten Ankommen auf Macchia di Tuono in San Giovanni  in Fiore dieses Jahr im Mai.

Besonders schön war, dass die Tiere uns nach einigem „Nachdenken“  an unseren Stimmen, der Art der Berührung und der Haltung wiedererkannten.

Nach fünf ereignisreichen Tagen flogen wir mit einem „Si chiama … e torna indietro“ heim.

 

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2018-03-14: Zugang zu den Abstammungsdaten im RDV, im Schottischen und Kanadischen Herdbuch

Um die Abstammungsdaten der Tiere des eigenen Betriebes in der österreichischen Zuchtdatenbank zu finden, ist über folgenden Link in die Datenbank einzusteigen: Vorgehensweise laut RDV / Vorgehensweise laut Fleischrinder Austria



Zugang zur schottischen Datenbank: hier der direkte Link zum Suchformular



Zugang zur kanadischen Datenbank: hier der direkte Link zum Suchformular


2017- 12- 03  Ein Weihnachtsgeschenk für HCE Sunset Jewel und Schneiderlehen 

HCE Sunset Jewel – unser Juniorchef der Schneiderlehen-Herde aus der Zucht von Marc und Carine Scheer - hat sich erfolgreich in der International Virtual Highland Cattle Show 2017 präsentiert. Sowohl bei der Richterwertung (Judges Choice) wie bei der Besucherwertung (Peoples Choice) wurde er an die dritte Stelle gesetzt. Er hat sich dabei im internationalen Vergleich mit gleich „zwei Bronzemedaillen“ sehr gut bewährt.

Ø      http://virtualhighlandcattleshow.com/class5_2017.html

Wir danken Marc und Carine für die Aufzucht dieses exzellenten Bullen.


2017-10-14 Besuch aus Thüringen

20 Züchter aus Thüringen besuchten uns im Rahmen ihrer Züchterreise auf Schneiderlehen.  Gemeinsam mit ebensovielen einheimischen Züchterfreunden wanderten wir zu unseren Tieren, die sich mit sichtlicher Freude den Besuchern präsentierten. Das schöne Herbstwetter lockte darüber hinaus zum Verweilen zwischen den Tieren und zum Austausch über das Highland Cattle.

Alle Schneiderlehener bedanken sich für den lieben Besuch!

 

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2017-09-29 Benvenuto in Calabria!

 

Hochlandrinder an der Südspitze von Italien – ist das überhaupt möglich?

Als die Anfrage an uns kam, ob wir Zuchttiere nach Kalabrien verkaufen würden, war das erste, dass ich über Kalabrien nachzulesen begann, um herauszufinden, ob das denn ein angemessener Lebensraum für sie sein könnte. Voll Erstaunen stellte ich fest, dass Kalabrien sowohl vom Meer wie von den Bergen geprägt ist. Es ist dies ein Flecken Erde, wo es möglich ist, sowohl am Meer zu entspannen und durch romantische Dorfgassen zu flanieren, wie auch hinauszufahren in die Berge über 1000 Höhenmeter hinauf in einen Nationalpark, um dort zu wandern und die berühmten kalabresischen Kartoffel zu essen.

Macchia di Tuono – die neue Heimat unserer drei Hochlandrinderkalbinnen Yola, Yade und Yara und unserer beiden Zuchtstiere Paddy und Clemens vom Schneiderlehen  - liegt in den Bergen auf 1200 m Seehöhe in San Giovanni in Fiore. Es grenzt an den Parco Nazionale della Sila an, in dem sich 350 Jahre alte Schwarzkiefern befinden, die bis zu 450 m hoch sind. Das Anwesen selber ist ein großer alteingesessener Familienbetrieb. Landwirtschaft nach biologischen Grundsätzen,  ein sich schließender Kreislauf von dem, was das Land gibt und dem, wie es genützt wird und was ihm zurückgegeben wird, kennzeichnet die Bewirtschaftungsphilosophie des Besitzers. Auf der Suche nach der Rinderrasse, die in diesem Konzept ihren stimmigen Platz hat, entdeckte er nach gründlicher Recherche die Hochlandrinder. Und so machte er sich auf die Suche, in Österreich genetisch wertvolle Zuchttiere für den Herdenaufbau zu finden.

 

Wir freuen uns, dass unsere Schneiderlehen-Tiere mit dabei sein dürfen. Ganz besonders schön ist, dass  Paddy, der letzte Sohn unseres Picasso vom Knausserwald,  nun gemeinsam mit dem Le Coq- Nachfahren Clemens vom Schneiderlehen zum Stammvater dieser neuen Herde wird. Picasso stammt aus der gleichen kanadischen Knausserwald- Reinzucht der Familie Buchmaier, aus der auch der mittlerweise sehr berühmt gewordene Panther vom Knausserwald kommt.

Die Reisevorbereitungen waren umfangreich. Die Tiere sollten stressfrei die Reise überstehen, das war unser oberstes Anliegen. Dafür trainierten wir die fünf auf Führigkeit und lernten ihnen das Hängergehen. Wir entwöhnten die Kalbinnen allmählich von ihrer vertrauten Herde und wir brachten die beiden Stiere auf eine gemeinsame Weide, damit sie miteinander vertraut wurden. Denn sie sollten ja eine lange Reisezeit miteinander in einem Abteil verbringen. Hier gilt mein großer Dank dem LSS Trainer Philipp Wenz, der mich beriet und mich beim Training der Tiere tatkräftig unterstützte. Auch die amtlichen Reiseformalitäten waren nicht zu unterschätzen. Ein Danke gebührt hier dem FIH, unserem Zuchtberater Max Fruhstorfer, Frau Hohensinn und unserem Amtstierarzt Dr. Schmalzer, die uns alle tatkräftig unterstützt haben.

 

Die Reise begann am 29. September 2017 und halb sieben in der Früh. Das Verladen der Tiere war rasch und ganz einfach. Die Vorbereitungsarbeit hatte sich gelohnt. Der Transporter übertraf alle Erwartungen. Die Buben und Mädels konnten erster Klasse diese lange Strecke von 1600 km in den Süden reisen.  Dem neuen Besitzer war es wichtig, seine Tiere auf dem Transport nicht aus dem Auge zu lassen, und so war er am Vortag des Transports bereits angereist. Für mich ergab sich so die Möglichkeit, die Tiere in die neue Heimat zu begleiten.

 

Bei der Ankunft auf Macchia di Tuono am nächsten Tag verließen die Tiere den Transporter in bester Verfassung. Niemand hatte auch nur eine Schramme abgekriegt, alle waren trocken im Fell ohne Anzeichen auch nur des geringsten Stresses und sie nahmen voller Lebensfreude ihre neue Heimat in Besitz. Uns allen fiel nun ein „großer Stein vom Herzen“, denn es hätte ja doch so einiges passieren können, es war ja eine lange Reise.

 

 

Die nächsten Tagen verbrachte ich gemeinsam mit Antoaneta und Giovanni viel Zeit bei den Tieren.

 

 

Mir machte es große Freude zu sehen, mit welcher Fürsorge die neuen Besitzer mit den Tieren umgingen.

 

Ja und ich durfte auch erleben, wie gut man in Kalabrien essen kann und wie schön das Meer dort ist.

Viel Glück Antoaneta und Giovanni für Eure neue Herde!

Helga und Ulf

 

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28.1 2017 - 3. NÖ Fleischrindertag

 

Vor der Schau übten wir eifrig mit Philipp Wenz,

bei eisigen Temperaturen, Schneefall und Eisesglätte.

 


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Der Tag der Schau begann sehr früh, um 4.00 Uhr, das Thermometer zeigte minus 9 Grad.

Fast tun mir Yana und Marco leid, als ich sie von ihrem komfortablen Strohlager auftreibe, um sie für die Fahrt nach Wieselburg zu verladen.

Die Reisezeit ist zum Glück nicht lang, eine Stunde, und so schaffen wir es in aller Ruhe, rechtzeitig in der Berglandhalle anzukommen.


 

Die üblichen Vorbereitungen beginnen,

doch bei den niedrigen Temperaturen sogar in der Halle brauchen wir bald heißen Tee.


 

Yana und Marco verhalten sich großartig. Rasch akzeptieren sie die neue Umgebung. Sie sind von der Rundumbetreuung sehr angetan.

Im Ring präsentieren sich beide sehr brav.


 

Marco schafft sogar einen Gruppenreservesieg.

Bei der nachmittäglichen Präsentation um den Gesamtsieg zeigt Marco dann deutlich, dass" es ihm reicht".

Genug der Zurschaustellung!


 

Doch "Ende gut- alles gut". Am späteren Nachmittag verladen wir zufrieden und dankbar unsere beiden "Stars" und treten entspannt die Heimreise an.

Zuhause angekommen, können die beiden den anderen Herdenmitgliedern nun "viel von der großen Welt erzählen".

 

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November 2016 - Perry vom Schneiderlehen zieht um nach Göstling

 

 


Mitte November 2016 brachten wir unseren 2a-gekörten Perry vom Schneiderlehen -

bestens vorbereitet durch LSS-Trainer Philipp Wenz -

zu seinem neuen Zuhause nach Göstling.

 

 


 

 

Am Biohof Lacken der Familie Blamauer darf er sich nun als Herdenchef beweisen.


 

 

Wir wünschen den neuen Besitzern viel Glück und Freude mit Perry.


HCE Sunset Jewel bringt exklusive kanadische Genetik nach Schneiderlehen

Diesmal hieß unsere Devise " zurück von Luxemburg". Anfang Oktober 2016 hatten wir uns auf den Weg nach Eschweiler zu Marc und Carine Scheer gemacht, um HCE Sunset Jewel, den neuen Zuchtstier für Schneiderlehen, bei ihnen abzuholen.

Schon die erste Begegnung mit Jewel war geprägt von einer Atmosphäre des wechselseitigen Vertrauens und der Begeisterung darüber, mit Jewel neues kanadisches Blut in unsere Herde bringen zu können.

Es ist dem züchterischen Einsatz Marc Scheers zu verdanken, dass die Sunset Genetik nach Europa gekommen ist, und wir freuen uns sehr, dass wir durch den Kauf von Jewel an dieser Exklusivität teilhaben dürfen.

Jewels Vorfahren stammen von der Sunset Farm in Kanada, die dreißig Minuten entfernt von Ottawa liegt. Deren Besitzer Robert und Brenda Murray verfolgen schon viele Jahre ein sehr konsequentes Zuchtprogramm.

Sie achten dabei auf den "Scottish Type" mit kurzem, breiten Kopf, einem tiefen und langen Körper mit kräftiger Bemuskelung, schauen auf moderate Beinlänge und perfekte Klauen und auf ein dichtes Haarkleid.

Ihr berühmter alter Bulle Gusgurlach of Windrush ist der Sohn des importierten schottischen Bullen Iain Mor of Glenquoich. Weitere schottische Samenbullen wurden für Gus´ Töchter eingesetzt, wie z.B. Jock of Glengorm, Moluag of Tinto und Jock 26th of Leys.

Die beständigen Schauerfolge der Sunset Farm sind sichtbarer Lohn für deren konsequente Zuchtarbeit.

So weist unser HCE Sunset Jewel eine beeindruckende Abstammungslinie auf.


 

Sein Vater Sunset Limited Edition, der Sohn von Jock of Glengorm, ist zweifacher Grand Champion Bull 2002 und 2003 in Toronto. Er ist auch der Vater der Grand Champion Bulls 2007, 2008, 2009 in Toronto und der Grand Champion Bulls 2009, 2010 und 2011 von Denver, Colorado. Limited Edition´s Mutter Sunset Eb´s Harmony reiht sich ein in die Liste der Sunset Siegertiere als Grand Champion Female 2000 von Toronto.

Sunset Limited Edition überzeugt durch seinen hervorragenden Körperbau, durch die Korrektheit der Beine und Klauen und durch seine außergewöhnliche Bemuskelung. Seine Kälber sind bekannt für ihre Tiefe, Länge, für sehr gute Bemuskelung und schöne Beine.


 

 

 

Jewels Mutter Sunset Wish Upon A Star hat eine berühmte Urgroßmutter, nämlich Ebony - Lass of Sunset.


 

 

Sie war zweifache Grand Champion Female in Toronto, und eine große Zahl ihrer Nachkommen reihen sich ein in die Runde der Siegertiere. Wish Upon A Star´s Vater Sunset TNT ist ebenfalls zweifacher Grand Champion Bull von Toronto.


 ... also darf sich unser Jewel nun relaxed schöne Schneiderlehen- Kuhfrauen aussuchen, damit sich seine Genetik entfalten kann.

 

Danke Marc und Carine für Euer züchterisches Engagement und vor allem für Euren von Beziehung geprägten Umgang mit den Tieren, der es Jewel ermöglicht hat, sich zu diesem sicheren, ruhigen, vertrauensvollen Stier zu entwickeln, eben zu einem wahren "herd sire".


 

Am 13. November 2016 stellte sich Jewel dann in seinem neuen Zuhause einer großen Runde von Hochlandrinderzüchtern vor, und es war für uns eine besondere Freude, dass Marc und Carine Scheer den weiten Weg nicht gescheut hatten und bei diesem besonderen Tag für Schneiderlehen dabei waren.

 

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Umzug ins Innviertel - Juli 2016

 

Für Ascha, Amina und Sabina vom Schneiderlehen hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Gemeinsam durften die drei Kalbinnen in ihre neue Heimat zu Familie Doblhammer in die Nähe von Egelhartszell ziehen. Dort werden sie zum Aufbau einer neuen Hochlandrinderherde beitragen. Rasch fühlten sie sich im neuen Stall und auf der saftigen Weide zu Hause.

Wir wünschen Familie Doblhammer viel Glück und Freude mit den Mädels!


Sommerurlaub 2016 für Parsifals Herde

 

 

Kriegt man da nicht Lust zum Wandern im wunderschönen Südtirol? 

Parsifal vom Schneiderlehen - Herdenchef auf Arthur Tschagers Bühlerhof im Südtiroler Eggental - darf mit seinem Harem das freie Almleben in vollen Zügen genießen.

Als Dank dafür entwickelt er sich prächtig und macht brav seine Deckarbeit.

 

 


 

 

                                                   So ein feines Hochlandrinderleben!


Vorankündigung der Aktivgruppe Oberösterreich

 

Am Samstag, 7. Mai 2016, findet ein Seminartag mit der Tierärztin Dr. Elisabeth Stöger zum Thema

"Rund um die Geburt"

statt.

Ort der Veranstaltung: Forsthaus Windhaag bei Perg, Forsthauststraße 1, 4322 Windhaag bei Perg.

Beginn: 9.00 Uhr

Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

Anmeldung erbeten unter: helga.krueckl@aon.at

Unkostenbeitrag: € 20,00.


Peter vom Schneiderlehen - verschollen und wiedergefunden

 

Vom 19. bis 20. März 2016 besuchte unsere Aktivgruppe Oberösterreich unsere Züchterkollegen in der Schweiz. Sepp Gisler hatte uns zur Schweizer Highlandcattle Show nach Uster nahe Zürich eingeladen.

Wir waren beeindruckt von der Ruhe im Schauring - ohne lärmende Musik und schallende Werbeeinschaltungen - und von den typvollen Tieren. Wir konnten  die Präsentation von 88 Highlandern genießen. Gisela Klosner richtete in sehr wertschätzender und informativer Weise.

Wir waren auich zum Züchterabend geladen, wo wir köstliches gesmoktes Hochlandrinderfleisch genossen.

 

Für Schneiderlehen brachte die Begegnung mit Sepp Gisler eine besondere Überraschung und Freude. Vor vier Jahren hatten wir den damals knapp zweijährigen Peter vom Schneiderlehen in die Schweiz verkauft. Entgegen unserer üblichen Gepflogenheit gelang es uns damals nicht, mit dem Käufer weiter in Kontakt zu bleiben. Und so verlor sich Peters Spur. Vor unserem Besuch in der Schweiz überlegten wir, ob sich vielleicht diesmal vor Ort ein Spur finden würde.

... und der Schaukatalog brachte die große Freude. Dort fand sich Peter vom Schneiderlehen, ebenso wie sein Vater Picasso vom Knausserwald und sein Großvater Pablo vom Knausserwald, als Vater von JGO-Pino, der in der Jungstiergruppe 1 aufgetrieben wurde. Im abendlichen Gespräch mit Sepp Gisler stellte sich heraus, dass er Peter von unserem Käufer angeboten bekommen hatte. Nicht nur, dass Peter sich bei Familie Gisler prächtig entwickelte, Sepp Gisler führte ihn auch bei der 15. Highland Cattle Rasseschau in Wittracht 2014 und errang mit Peter den Schweizer Reservesieg.

Unsere Freude, Peter wiedergefunden zu haben und zu erleben, dass er wertgeschätzt wird und es ihm gut geht, ist groß und wir sagen ein herzliches Danke dafür an Familie Gisler.

Am Tag nach der Schau besuchten wir den Biohof Überwurf, ein mit viel Liebe und Einsatz geführter Familienbetrieb mit Hofladen, Hochlandrindern, Hühnern und Obstbäumen.

Wir genossen die informativen und freundschaftlichen Gespräche mit den Schweizer Züchterkollegen und den fröhlichen Austausch innerhalb unserer Aktivgruppe.

 

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 Robin vom Schneiderlehen - der kleine Prinz

 

Robins Vater ist Black Prince II of Rigg.

Ja, aber wer ist Rigg?

Una Flora Cochrane beschreibt in ihrem Buch "A Keen Eye" Rigg als die größte kommerzielle schottische Herde in den 90iger Jahren.

Mr. A W Howart of Rigg, ein hoch geachteter Richter von Highland Cattle, wurde von einem Freund seines Vaters in die Sorgsamkeit der Zucht eingeführt. Auf der Rigg Farm im Norden von Dunfriesshire wurde 1952 eine Zuchtherde von 4 brindlefarbigen, 7 roten und 9 gelben Hochlandrinderkühen ins Register eingetragen. Als in den 70iger Jahren schwarze Hochlandrinder eine Rarität wurden, beschloss er, einen Pool qualitativ hochstehender schwarzer Highlander zu erhalten.  Seit den 80iger-Jahren war sein Zuchtprogramm ausgerichtet auf die Zucht von schwarzen Highlandern. Er war dabei so erfolgreich, dass 10 Jahre später  Rigg nicht nur die größte Zahl an Highlandern in Schottland besaß, sondern auch die größte Zahl von schwarzen Tieren, die rein schwarze Nachkommen bekamen.

Howart stand auf dem traditionellen Standpunkt,  dass die Registrierung im Herdbuch vom zweitrangiger Bedeutung sei, wenn es um die Züchtung von Top-Tieren geht, und dass es dafür auch nicht notwendig ist, auf Schauen zu fahren. Das ist auch der Grund dafür, dass Pedigree-Enthusiasten einige Rigg-Linien oft schwer weiter zurückverfolgen können als bis in die 50iger Jahre. Er meinte auch, dass gute Zucht ohne die Publicity des Schauringes auskomme.

Riggs Zuchtphilosophie beinhaltete eine rigorose Selektion, nur die besten wurden für die Zucht weiter eingesetzt. Die anderen wurde geschlachtet. Er kümmerte sich bei seinen Auswahlkriterien nicht um den Markttrend. Unzweifelhaft trug er dadurch dazu bei, die Ursprünglichkeit dieser Rasse zu erhalten.
(vgl. Cochrane, S 198 f)

Es ist Alfred Aigner zu danken, dass Black Prince II of Rigg auf Schneiderlehen für Nachkommen sorgt.


Züchterreise nach Südtirol - 19. und 20. September 2015

 

Eine große Zahl oberösterreichischer Hochlandrinderzüchter hatte sich zusammengefunden und die Einladung der Südtiroler Züchter unter ihrem Obmann Dieter Plank zu einem Gegenbesuch im herbstlichen Südtirol begeistert angenommen.

Dieter und Barbara hatten mit großer Sorgfalt ein Programm für diese beiden Tage zusammengestellt, das uns zu drei Hochlandrinderzuchtbetrieben führte und gleichzeitig für das Wahrnehmen der beeindruckenden Landschaft und dem Austausch miteinander gut Raum bot.

Treffpunkt war in Welschnofen im Eggental, wo wir mit dem Sessellift zur Kölnerhütte hochgetragen wurden, um von hoch oben ein erstes Bild über die Lebenswelt der Südtiroler Hochlandrinder zu bekommen und uns bei perfekter Aussicht für das Nachmittagsprogramm zu stärken.

Dieter führte uns nach einer moderaten Wanderung über Bergwiesen zu seinem Betrieb, den "Hochlandrindern vom Rosengarten". Diese begrüßten uns auf ihrer fetten Weide und zeigten sich einladend und menschengewöhnt in ihrer ganzen Coolness. Verwöhnt und gestärkt mit Kaffee und Kuchen zogen wir weiter zum Bühlerhof, wo uns Arthur Tschager seine Tiere vorstellte.

Der Abend brachte ein ausgiebiges Essen - unter anderem mit Fleisch vom Hochlandrind - und viele gute Gespräche.

Am Sonntag brachen wir um 9.00 Uhr auf, um vom Eggental ins Grödental zu fahren, wo auf der Hochalm der Seceda Flavio Prinoth seine Hochlandrinder von Puciacia stehen hatte. Das Wetter war prachtvoll, der Himmel mit malerischen Wolken durchzogen, und so wurde die Fahrt mit der Seilbahn auf die 2.500 m hohe Seceda zu einem besonderen Erlebnis. Nach dem Aufstieg zum Gipfelkreuz drehten wir uns staunend im Kreis. Durch die perfekte Fernsicht an diesem Tag waren wir umrundet von Gebirgsmassiven, von den Stubaier Alpen bis zur Marmolatta.

Dann gings hinunter zur Sofiehütte, vor der sich Flavios Kühe malerisch präsentierten und zeigten, wie sehr sie das Striegeln durch Flavio genossen.

Der Tag war so schön, dass es schwerfiel, den Berg schon am frühen Nachmittag zu verlassen. Begleitet von Flavios Peitschenschnalzen machten wir uns auf zur Talfahrt und zur Heimreise.

Wir danken unseren Südtiroler Züchterfreunden für die Sorgfalt, mit der sie uns zwei beeindruckende Tage geschenkt  und uns dabei begleitet haben.

 

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Luftpost für Schneiderlehen

 

 

Frühmorgens am 13. September 2015 hing im Licht der aufgehenden Sonne in den Stauden vor dem Stall ein weißer Luftballon, an den eine bunte Karte gebunden war.

Unsere 17 Jahre alte Kuh Alma hatte mich darauf aufmerksam gemacht.

 

 


 

Unser Staunen war groß, als wir entdeckten, dass der Ballon eine weite Luftfahrt von Bayern ins Untere Mühlviertel geschafft hatte - gerade mitten hinein in unsere Hochlandrinderherde.

Natürlich schickten wir die Karte zurück, um der Absenderin Freunde zu bereiten.


Caesar und der Ahornhof

 

Ende Juli 2015 durfte Caesar vom Schneiderlehen seine Reise nach Niederschlesien antreten. Die Besitzer des Ahornhofes hatten ihn als neuen Zuchtstier für ihre Hochlandrinderherde ausgewählt.

Caesar ging besonders gut vorbereitet auf diese Reise, hatte doch Philipp Wenz ihm beigebracht, ohne Strick freiwillig auf den Hänger zu gehen.

Wir wünschen den neuen Besitzern viel Freude mit ihm und viel Glück für ihre ganze Herde!

 

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Viel Ehr´ für Caesar

 

Am 19. Mai 2015 besuchte Landesrat Max Hiegelsberger unsere Hochlandrinder auf Schneiderlehen.

Es begleiteten ihn dabei Landesbäuerin Annemarie Brunner, Bezirksbauernkammerobfrau Rosi Ferstl, Nationalrat Nikolaus Prinz, Windhaags Bürgermeister Ignaz Knoll und seine Gemeinderäte Bettina Bernhart und Günther Freinschlag.

Unsere Tiere begegneten den Gästen mit respektvoller Gelassenheit  und überzeugten sie davon, dass zuwendungsgewohnte Hochlandrinder durch Besucher nicht aus ihrer Ruhe zu bringen sind.

Caesar stellte sich dann stellvertretend für alle für das gemeinsame Foto zu Verfügung.

Danke für den Besuch!

 


Thymus vom Knausserwald

 

... der junge Chef auf Schneiderlehen!

Was würde der Kanadier David Pease zu diesem Nachkommen aus der GOF-Linie sagen?
Der IIa gekörte Thymus zeigt einen beeindruckenden Rahmen, beste Bemuskelung und äußere Erscheinung.

David Pease züchtete von den Anfängen der 70er Jahre bis 1996 großrahmige Highlands unter dem Herdennamen Glen Osprey Farm (GOF). Er exportierte einige davon nach Deutschland, Schweden und Dänemark. Ín den 90iger Jahren erreichte seine Zucht einen absoluten Höhepunkt nach 20 Jahren strengster Selektion. Namhafte Bullen wie GOF Stepdancer, der nach Glengorm exportiert wurde, GOF Beau Geste, GOF Baakka oder GOF Broadstone stammen aus dieser Zeit. 2006 kaufte Oliver Behringer vom dänischen Züchter vier Nachkommen der 1996 nach Dänemark importieren GOF-Tiere, unter anderem den Großvater von Thymus "Soenderholm Victor".  Victors Urgroßmutter väterlicherseits war "Keijoasan Yanuff", kanadischer Champion 1991.

 

Victors Sohn EHC Taurus aus der Anpaarung mit Camorra I vom Knausserwald - Reservechampion bei der Jungtierschau in St. Donat 2009 - wurde dann der neue Zuchtbulle bei Resi und Karl Buchmaier, die immer mit großer Achtsamkeit auf die kanadische Abstammung ihrer Zuchttiere schauten.

Sein Sohn Thymus vereint die Rahmigkeit und Bemuskelung seiner väterlichen Linie mit dem besonders Typvollen seiner Mutter Camilla vom Knausserwald.

Thymus vererbt diese Qualitäten sehr dominant an seine Nachkommen weiter.


Parsifal  - "perce val" -   der das Tal durchquert

20 Monate alt und schon so wanderlustig - das ist Parsifal vom Schneiderlehen,

erster männlicher Nachkomme der Anpaarung EHC Yoghurt und Picasso vom Knausserwald.

Am 30. August 2014 übersiedelte er auf den Bühlerhof im Südtiroler Eggental.

Dort wurde er von seinem neuen Besitzer Arthur Tschager, von wunderschönen Kuhfrauen, aufgeregten Eseln und staunenden Alpakas freudig begrüßt.


Ohne groß aufgeregt zu sein drehte er nach der langen Anreise neugierig seine Erkundungsrunde.

Er hat sichtbar die Gelassenheit und Gutmütigkeit seines Vaters geerbt.

Nach dem Abschied von Parsifal besuchten wir unsere Züchterfreunde Plank und Wiedenhofer und konnten voll Freude feststellen, dass Selina, Taurus und Co. schon begeisterte Südtiroler geworden sind.

 

Wir wünschen viel Glück mit den Tieren!

 

 

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Züchterfreuden

Im Sommer 2010 kaufte Hermann Strolz von uns den damals zweijährigen Paris vom Schneiderlehen als Zuchtstier für seine Arlen-Herde in St. Anton am Arlberg. Seit damals durfte Paris während der Sommer auf der Hochalm seine Gene weitergeben. In den vergangenen vier Jahren hat er sein genetisches Potential voll entfalten können und sich zu einem prächtigen Stier entwickelt.

Er tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters, des 1b-gekörten Picasso vom Knausserwald, seines Onkels Panther I vom Knausserwald  und seines Großvaters Pablo. Wir danken Hermann, dass er so auf Paris geschaut hat und ihm heuer ein neues Zuhause in Kärnten vermittelt hat.

Dem neuen Besitzer wünschen wir viel Glück und Freude mit diesem besonderen Stier.


Ein Tag für die Gesundheit der Hochlandrinder

Mit Tieren zu leben ist für mich verbunden mit der Verantwortung für ihre Gesundheit. Wenn ich durch unsere Herde gehe, ist ein beobachtender Teil in mir immer damit beschäftigt, die Befindlichkeit der Rinder zu checken.

Damit verbunden tauchen viele Frage auf. Denen sind wir am 31. Mai 2014 auf Schneiderlehen mit Dr. Elisabeth Stöger nachgegangen. In kleiner Gruppe setzten wir uns im Forsthaus zusammen, um am Vormittag in Theorie und am Nachmittag auf Schneiderlehen in der Praxis unseren Wissensdurst zu stillen. Dr. Stöger vermittelte uns in beeindruckender Weise komplexe Zusammenhänge, die für die Gesundheit des Rindes bedeutsam sind. Aus der erlebten Alltagspraxis heraus stellten wir viele Fragen: Wie und auf welche Weise beeinflusst das Futter die Gesundheit der Klauen? Welche Prozesse kommen in Gang, wenn das Rind sein Futter verdaut? Wie können die wertvollen Pansenbakterien zerstört werden? Woran erkenne ich frühzeitig Entgleisungen und wie kann ich gegensteuern? Was braucht die Kuh, um gesunde Kälber zur Welt bringen zu können? ... und ... und ... und

Die Zeit verflog und viele Fragen mussten offen bleiben,  was den Wunsch nach einem Update im nächsten Jahr aufkommen ließ.

Am Nachmittag gingen wir zu unseren Tieren, um unmittelbar zu erleben, wie sich der Gesundheitsstatus überprüfen lässt. Unsere Kuh Anja stellte sich bereitwillig als Anschauungsobjekt zur Verfügung und hörte geduldig zu, wie Details an ihr erklärt wurden.

Nochmals ein herzliches Dankeschön an Dr. Elisabeth Stöger für die Art und Weise, wie sie uns in die hochkomplexe und faszinierende Welt der Biologie des Rindes einführte und uns wesentliche Zusammenhänge erfahrbar machte!

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Südtirol trifft Mühl- und Mostviertel

Am 17. Mai 2014 war es soweit. 22 Südtiroler Hochlandrinderfreunde besuchten uns auf Schneiderlehen.

Dieter Plank hatte die Fahrt lange vorgeplant. 

Nach der Besichtigung der Zuchtbetriebe Huber in Liebenau und Rockenschaub in Weitersfelden kam der Bus bei strömendem Regen bei uns in Windhaag an.

Doch Hochlandrinderzüchter sind ja wetterfest. Der Rundgang durch den Betrieb fand trotzdem statt.

Unsere Rinder hatten noch nie so viele Menschen mit Regenschirmen gesehen und fragten sich im ersten Moment, ob das wohl alles seine Richtigkeit hat.

 


Der Lohn fürs Durchhalten war dann ein warmes Willkommen im Forsthaus Windhaag, wo für Speis - natürlich vom Hochlandrind - und Trank vorgesorgt war.

Unsere oberösterreichischen und niederösterreichischen Züchterfreunde tauschten sich bis spät in die Nacht mit den Südtiroler Gästen aus.  

Am Sonntag, nach dem Besuch bei den Buchmaiers in Saxen und der Besichtigung des Betriebes Fenzl in Niederösterreich, verabschiedeten wir uns nach einem gemeinsamen Mittagessen beim Mostbaron in Zeillern von unserem Südtiroler Besuch.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!


Yona vom Schneiderlehen

 

Die Tochter von Yolanda vom Schneiderlehen und Picasso vom Knausserwald folgte am 8. März 2014 bei der Jungtierschau der NÖ Genetik in Wieselburg den Spuren ihrer erfolgreichen Vorfahren.

Sie wurde Bemuskelungssiegerin und Reservesiegerin in ihrer Altersgruppe.

 


Picasso vom Knausserwald ... im August 2013

 

... der absolute Chef der Schneiderlehen-Herde

... beeindruckend durch seine Mächtigkeit, seine Wesensstärke, Verlässlichkeit und Gutmütigkeit

 

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Auf nach Luxemburg

Buchmaiers Cäcilia und Yaloma, die Tochter von Picasso und unserer Hälftekuh Yoghurt, durften im Mai 2013 eine weite Reise antreten.

Marc und Carine Scheer hatten sie im Herbst 2012 gekauft und im darauffolgenden Frühjahr sollten sie zur Herde nach Eschweiler kommen. Dieser Transport brauchte besondere Vorbereitungen, denn die Fahrtdauer überschritt die Achtstundengrenze, und so brauchte es eine Fahrergenehmigung für Langstreckentransporte.

Also auf ins WIFI, um den nötigen Kurs zu besuchen und die Prüfung abzulegen. Der Hänger wurde auch adaptiert, mit "Klimaanlage" und Überwachungsgeräten ausgestattet. Was tut man nicht alles, wenn man unbedingt die Tiere persönlich zum neuen Besitzer bringen will.

Am 24. Mai 2013 war es dann soweit. Um 9.00 Uhr abends verluden wir bei heftigem Regen die beiden Mädels und machten uns auf zur langen Nachtfahrt. Um ca. 10.00 Uhr am nächsten Vormittag erreichten wir komplikationslos Eschweiler. Cäcilia und Yaloma hatten die lange Fahrt stehend, aber wie es schien mit großer Gelassenheit durchgehalten.

Marc und Carine hießen die Mädels herzlich willkommen, und sie versorgten uns alle sehr fürsorglich, sodass wir einen Tag später wieder gestärkt die Heimreise antreten konnten.

Wir wünschen Marc und Carine für ihre große und besondere Herde viel Glück!

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Wir in der ORF- Sendung "Heute leben"...

Hier das Ergebnis der ORF- Dreharbeiten vom 18. Feb. 2013 auf Schneiderlehen. Beinahe fünf Minuten lang wurde der Bericht über uns in der Sendung "Heute leben", und alle, die ihn im Fernsehen versäumt haben haben, können diese Sendung nun hier ansehen:


1.NÖ Fleischrindertag am 9.3.2013 in Wieselburg

 

Ein großer Tag für Phönix vom Schneiderlehen....

 

Er wird Gruppensieger und gleichzeitig Gruppensieger Bemuskelung,

Gesamtreservesieger Bemuskelung und als Highlight

Gesamtchampion der männlichen Hochlandrinder.

 

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Ein besonderer Besuch

 

     Am 18. Februar 2013 verbrachte ein Kamerateam des ORF

     einen Tag auf Schneiderlehen, um für die Sendung "Heute leben"

     im ORF 2 Aufnahmen von unseren  Hochlandrindern zu machen.

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16. und 17. Februar 2013

 

Ein intensives Stockmanship- Trainingswochenende mit Philipp Wenz

auf Schneiderlehen.

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Herbstarbeit mit Philipp Wenz

 

Low Stress Stockmanship Training auf Schneiderlehen im Oktober 2012.

 

 

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August 2012  - Ein besonderes Geburtstagsgeschenk!

 

Das war eine Überraschung,als zum runden Geburtstagsfest der Bäuerin 2011 ein besonderer Gast eintraf - Thymus vom Knausserwald.

Wie sich herausstellte, war er das Geburtstagsgeschenk des Bauern auf Schneiderlehen.

Gleichzeitig meinten die Freunde der Bäuerin Margit und Erwin, dass ein besonderer Stier auch besonderen Komfort brauche - und sie stellten sich mit einem weiteren Geburtstagsgeschenk - einer Rundumbürste für Thymus - ein.

 

Im November 2011 kam er dann als Jungchef in die Schneiderlehen-Herde.

Mittlerweile weiß er schon um seine Wichtigkeit auf dem Hof, denn alle Kuhfrauen,

die mit dem Oberchef Picasso verwandt sind, gehören ihm, was er sehr zu schätzen weiss.

 


St. Donat 2012

 

 

Bereits vertraut - aber immer wieder aufregend - die Jungtierschau des Kärntner Rinderzuchtverbandes in St. Donat.

Auch dieses Mal kehrten wir zufrieden nach Hause zurück.

Sanna vom Schneiderlehen - eine Tochter von Sahra vom Knausserwald und EHC Taurus -

hatte sich prächtig präsentiert und einen Reservesieg in ihrer Alterklasse errungen.


Trainingsupdate März 2012

Am 11. März 2012 kam Philipp Wenz zum zweiten Mal nach Schneiderlehen, um uns mit der Methode des stressfreien Arbeitens mit Rindern vertraut zu machen.

In beeindruckender Weise arbeitete er mit unseren Tieren Sanna, Peter und Philou.

Immer noch klingen seine Leitsätze in mir nach, nämlich dass die Tiere bereit sein müssen, sich von uns kontrollieren zu lassen, dass Tier und Mensch einander mit Achtsamkeit und Respekt begegnen und dass er den Tieren verspricht, sie nicht zu überfordern.

Der Lernerfolg war beeindruckend.


Reservesieg auf der Bundesrasseschau am 11. September 2011 in Ried

Auf eine Schau zu fahren bedeutet immer für alle Beteiligten, alle Kräfte zu mobilisieren. Der Lohn dafür ist, seine Tiere öffentlich herzeigen zu können, zu erleben, wie sie in der Lage sind, sich einer für sie fremden Umgebung anzupassen, gleichgesinnte Freunde zu treffen und auch, mit einer guten Wertung und unbeschadet wieder nach Hause zu fahren.

Die Bundesrasseschau in Ried ist natürlich eine besondere Herausforderung, verbunden mit dem Anspruch, sich besonders gut zu präsentieren. Die Umgebung machte es nicht leicht. Ein großer Besucherstrom, Lärm, ungewohnte Aufstallungen und ein besonders heißer und schwüler Tag - all das forderte die Tiere und die Auftreiber.

Meine Yolanda, eine hübsche große Kalbin, die den Schaubetrieb schon kennt und sich normalerweise mit Leichtigkeit führen lässt, hatte diesmal kein Verständnis, warum sie bei diesen Bedingungen im Ring ihre Runden ziehen sollte. Sie ging mit mir in ein Kräftemessen, was der Präsentation natürlich nicht gut tat. Der wohlwollende Kommentar des schottischen Richters Angus Mackay war: "Gratulation, Sie haben im Ring nicht kapituliert sondern durchgehalten!"

Danach ging es mit Anja und ihrem kleinen Phönix in den Ring. Anja war zwar auch nicht begeistert, in der prallen Mittagshitze sich unter einem Plastikdach zu präsentieren, doch sie ließ sich davon überzeugen, das es einfach sein muss. Ihr kleiner 10 Wochen alter Phönix schien sich dagegen überhaupt nicht zu stressen. Er war sowieso der Fotoliebling vieler Besucher und ließ sich von all dem Neuen um ihn  herum nicht aus der Fassung bringen.

Anja vom Schneiderlehen wurde vom Richter als eine sehr typvolle Kuh beschrieben, und sie errang Platz 2 in der Klasse Kuh mit Kalb - ein sehr schöner Erfolg.

Ein großes Dankschön gilt meinen Helfern, die mich wieder sehr tatkräftig unterstützt hatten. Meine Freundin Resi Buchmaier führte den kleinen Phönix vor, meine Schwester Renate und meine Freunde Margit, Erwin und Karl Buchmaier legten Hand an, wo immer es not tat.

Helga Krückl


Besuch bei Paris vom Schneiderlehen - August 2011

Es ist ein freudiger Tag, als Resi Buchmaier und ich Paris von Schneiderlehen in seiner neuen Heimat in St. Anton am Arlberg besuchen dürfen.

Der Besitzer der Arlenherde Hermann Strolz hatte sich im Frühjahr 2010 Paris als neuen Zuchtstier ausgewählt. Wir freuten uns sehr darüber. Für Paris bedeutete das, von einer Seehöhe von 550 m im Unteren Mühlviertel auf eine Seehöhe von 1500 m bis 2500 m in St. Anton umzusiedeln. Es war klar, dass er den Sommer auf der Hochalm mit seinen Kuhfrauen verbringen konnte - ein privilegiertes Leben in Freiheit, ohne Weidezaun, aber auch eines, wo er seine Kräfte beweisen musste.

Jetzt, ein Jahr später, konnte ich mich davon überzeugen, wie geschickt er sich in seiner neuen Heimat zurechtgefunden hat. Eine bunte Schar von schwarzen, grauen und braunen Kälbern zeugt von seiner Fähigkeit, mehrfärbig zu vererben. Sein ganzes Verhalten zeigt, wie gut er sich am Arlberg beheimatet hat.

Ein großes Dankeschön gilt Hermann Strolz, der mit so viel Erfahrung und Sorgsamkeit auf seine Herde schaut - der Resi und mich in die Berge zu Paris begleitet hat und der uns von der Trittsicherheit seiner Highlander ein lebendiges Beispiel geliefert hat.

Helga Krückl


Petros vom Schneiderlehen - ein Fernsehauftritt

17.05.2011: Petros vom Schneiderlehen, der neue Zuchtstier von Johannes Schabbauer am Annahof, kam am 12.05.2011 zu Fernsehehren.

In der ORF- Serie "eco", ausgestrahlt am 12.05.2011 is er zu bewundern, hier die Onlineversion!


The day after… Assoziationen nach einer erfolgreichen Schau - Ried 2009

Ich sitze mit Picasso auf seiner Wiese. Er grast zufrieden mitten unter seinen Kuhfrauen und Kindern, und ich spüre eine große Dankbarkeit in mir.
Sie taucht auf, wenn ich die Bilder des vergangenen Wochenendes an mir vorbeiziehen lasse: die Abfahrt zur Fleischrinderausstellung auf der Rieder Herbstmesse, wo wir um 5 Uhr in der Früh unseren viereinhalb Jahre alten Bullen in den Hänger verladen. Es ist noch finster, als ich um halbfünf auf die Weide gehe. Er liegt mitten in der Herde. Ich spreche ihn an und meine, dass es nun so weit sei, auf die Reise zu gehen. Ohne Gezeter lässt er sich das Halfter umlegen. Als dann Resi und Karl Buchmaier um 5 kommen, führen wir ihn auf den Hänger, wo er noch ganz verschlafen sich anbinden läßt.
Ich weiß, dass für Picasso das Fahren nichts Fremdes ist. So verläuft die Zeit bis zur Ankunft in Ried ohne Anspannung. Kurz vor Ried beginne ich meine Unsicherheit zu spüren. Wie wird das sein, so mitten unter fremden Bullen und im Wirbel des Messegeländes den Stier zu führen.

Picasso nimmt das ganz gelassen auf. Beim Eingang zum Stall gönnt er sich eine kurze Pause, lässt sich dann aber bereitwillig zu seinem Stand führen und anhängen. Jetzt gönne ich mir einen Blick in die Runde. Wir haben einen sehr schönen Standplatz in der Nähe des Eingangs, links und rechts von ihm stehen die anderen Highlanderbullen, die er konkurrierend "anknurrt". Doch die Rast ist nur kurz. Auf geht es zur Wiegekontrolle. Wir sind schon gespannt, welches Gewicht Picasso auf die Waage bringen wird. 940 kg - nicht schlecht .

Zurück am Stand beginnt nun die Schönheitspflege. Unter fachkundiger Anleitung von Resi wird Picasso nun für seinen Auftritt vorbereitet - gewaschen, gestriegelt. Er genießt es sichtlich, so im Zentrum der Aufmerksamkeit und Zuwendung zu stehen. Es kommen auch bereits die ersten Besucher, die interessiert unserem Treiben zuschauen.


Respektvoll schauen sie auf die mächtigen Hörner der Highlander und warten gespannt, wie es denn sein wird, mit ihnen hinaus in den Ring gehen. Ich spüre, wie mein Puls sich beschleunigt, als der Aufruf für die Highlander kommt. Ich schaue auf die anderen, auch sie sind sehr ernst und konzentriert. Werden unsere Tiere ruhig durch die große Menge der Zuschauer durchgehen, die eher sorglos sich ihnen in den Weg stellen. Es geht alles gut. Mit geradezu stoischer Ruhe macht Picasso seinen Weg hinaus in den Ring. Ich nehme nur mehr das Geschehen im Ring wahr, die Zuschauer sind vergessen. Besonderes Augenmerk habe ich die ganze Zeit darauf, auf die kritische Distanz zwischen den einzelnen Bullen zu achten - nicht zu nahe zu kommen, aber auch nicht zu isoliert zu stehen und zu gehen. Zum Glück ist der Ring sehr groß und das ist kein Problem. Die Hochlandrinder sind die ersten des Tages für das Schaurichten, und so findet auch die Begrüßung der Zuschauer statt, während wir unsere Runden ziehen. Für die Zuschauer ein beeindruckendes Bild, für mich aber eine Zeit intensiver Anspannung, die sich natürlich steigert, als das Preisrichten seine Anfang nimmt. Wen wird der Richter an die erste Stelle setzen.


Natürlich wünscht sich jeder von uns, als Erster vom Platz zu gehen. Der Richter entscheidet sich für Picassos Namensvetter mit "k" . Nach einem kurzen Moment von "schade" in mir steigt die Spannung sofort wieder an. Ich sehe auf den Richter, er geht auf Picasso zu und in mir entsteht die Gewissheit, er wird nun unseren Picasso zum Reservesieger wählen. Mit sehr wertschätzenden Worten beschreibt er unseren Bullen und stellt ihn auf den zweiten Platz. Die Freude in mir ist groß. Picasso steht die ganze Zeit ganz gelassen neben mir, geführt am Halfter, und nimmt seine Siegerplakette mit "coolem Selbstverständnis" an.
Zurück im Stall, werden wir von unseren Freunden freudig erwartet, alle sind stolz auf Picasso.
Das was sich hier bei der Schau mit einer scheinbaren Selbstverständlichkeit zeigt, hat aber eine lange Vorgeschichte. Sie hat lange vor der Schau begonnen. Es ist eine Geschichte von vielen Stunden Beziehungsarbeit, die nicht erst begonnen hat, als Picasso auf unseren Hof kam. Bei Resi und Karl Buchmaier hat er gelernt, dass es Spaß macht, "an der Leine spazieren zu gehen". Nicht selten konnte man Karl mit dem kleinen Picasso ausmarschieren sehen, wenn die Enkelkinder vom Kindergartenbus abgeholt wurden. Und er hat auch bereits Schauerfahrung und einen Siegerpokal mitgebracht, als er zu uns kam.
Auf so einem Fundament an vertrauensvoller Mensch-Tier-Beziehung ist leicht aufbauen.
Seine Gutmütigkeit und Verlässlichkeit beeindrucken mich immer wieder, wobei ich nicht außer acht lasse, dass er ein mächtiger "testosterongesteuerter" Bulle ist, dessen Kraft mir bewusst ist. Das was mich auf der Schau so beeindruckt hat, war sein Vertrauen in mich, mir dorthin zu folgen, wohin ich mit ihm gehe. Und das trotz Lärm und vieler Menschen.


 

Für mich war es eine große Beruhigung Karl „in meinem und Picassos Rücken“ zu wissen. Sollte etwas Unvorhergesehenes passieren, so wusste ich, dass ihm als Schauerfahrenen schon das Richtige einfallen würde.
Nach der Schau erfolgte noch in Ried die Nachkörung - und hier hat Picasso die Einstufung 1b erhalten, eine für uns schon sehr besondere Bewertung.
Es ist schön, mit so viel Wertvollem von einer Schau heimzufahren.
Sich zu zeigen, sich der Konkurrenz zu stellen, ist immer mit hohen Emotionen verbunden. Die Gefahr des Sich-Abgewertet-Fühlens ist sehr nahe. Da kann es leicht passieren, dass viel Wertvolles, das neben dem „Bewertet-werden“ sich auftut, in den Schatten gerückt wird, nämlich die Beziehungsgeschenke, die von Tier und Mensch kommen. Da ist das Vertrauen und die Verlässlichkeit des Stieres. Da sind die Angehörigen und Freunde, die mitfahren, die mitzittern und sich mitfreuen. Das sind alles keine Selbstverständlichkeiten.
Wenn ich so nun mit Picasso auf der Wiese sitze und über das Erlebte nachdenke, dann sind es eben gerade diese Beziehungsgeschenke, die in mir ein warmes Gefühl der Dankbarkeit auslösen.

Helga Krückl


Schauerfolge 2009

5. Kärntner Fleischrindermesse in St. Donat am 14.3.2009 Jungtierchampionat.
Anja vom Schneiderlehen gewinnt in der Altersklasse der Kalbinnen von 16 bis 20 Monaten.

OÖ Fleischrinderausstellung im Rahmen der Rieder Herbstmesse 2009 am 12. September.
Picasso vom Knausserwald wird Reservesieger.


Haben Rinder Gefühle?

Mein Mann und ich züchten seit 2000 Hochlandrinder.
Unsere Liebe zu Tieren und zur Natur war es, die uns den Schritt machen ließ, als nicht in der Landwirtschaft Aufgewachsene einen Bauernhof zu kaufen mit dem Traum, ihn auch zu bewirtschaften.
Dass hier auf der Erfahrungs- und Wissensebene viel Nachholbedarf bestand, war uns von Anfang an klar.
Dieses Wissen holten wir uns zum einen von Menschen, die uns an ihrer Erfahrung teilnehmen ließen.
Zum anderen waren es unsere Kühe, die wir beobachteten und die uns zeigten, wie es gescheit ist, mit ihnen umzugehen.
Aus der Notwendigkeit Alltagshandlungen vorzunehmen wie Umsperren, eine Blutuntersuchung, einen Tierarztbesuch zu händeln, begann ich, das Alltagsverhalten der Kühe zu beobachten und das Beobachtete für einen reibungslosen Ablauf zu benützen. Welche Kuh geht als erste, welche Tiere gehen hintereinander, wie kann ich die Herde nützen, um ein bestimmtes Tier an einen bestimmten Platz zu bekommen, wie kann ich Tiere, die "in Freundschaft" zueinander stehen, einsetzen, wenn eines davon behandelt werden sollte. Die Kühe zeigten mir, wie es geht, ich brauchte nur genau hinschauen und ihre Signale respektieren.
Ich interpretierte also, dass Kühe Situationen differenziert wahrnehmen und zueinander in individuellen Beziehungen stehen. Aber welchen Wert hatten meine Interpretationen? War es eine Überinterpretation mit einer Art falscher Vermenschlichung ?
Und so begann ich zu suchen, ob ich Antworten aus der Forschung finden würde.
In einem Buch, das sich mit der Natur und Theorie der Gefühle beschäftigte, wurde ich als erstes fündig. Die Wissenschafter gehen hier davon aus, dass bestimmte Emotionen für alle Tiere einen Überlebensvorteil bilden. In erster Linie sind hier Angst und Furcht zu nennen, die am leichtesten zu erkennen und zu messen sind. Sie helfen den Tieren, potentiell gefährliche Situationen richtig einzuschätzen und angemessen zu reagieren. So ist z.B. die Furcht vor dem Anblick eines Fressfeindes vielen Tieren angeboren. Was die Forscher weiter beschäftigte, waren die Fragen, ob Tiere neben Angst auch andere Basisemotionen wie Ärger Freude, Trauer oder Ekel zeigen, und ob bei Tieren eine Gehirnstruktur vorhanden ist wie bei Menschen, das sogenannte limbische System, das bei den Menschen entscheidend für die Regelung von Emotionen verantwortlich ist.
Es ist gängige Praxis, dass zum Beispiel an Mäusen und Ratten Versuche durchgeführt werden um herauszufinden, wie Neurotransmitter wie z.B. Dopamin, Noradrenalin oder Serotonin eine unterschiedliche Wirkung auf die Stimmungslage haben. Die Übertragung der Befunde auf den Menschen ist in der Wissenschaft allgemein akzeptiert. Es kann also als sicher gelten, dass insbesondere Säugetiere Emotionen besitzen, denn sie besitzen die für emotionales Verhalten benötigten Hirnstrukturen. Man weiß auch, dass Neuromodulatoren wie z.B. Dopamin bei Säugetieren ähnliche Wirkung auf die Stimmung haben wie bei Menschen.

Einen zweiten wichtigen Beleg fand ich in der Stressforschung.
Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin haben Auswirkungen auf das Immunsystem. Beim Menschen ist das ganz offensichtlich. So weiß man, dass, um nur ein Beispiel unter vielen zu nennen, ungewollte Einsamkeit krank macht. Einsamkeit ist einer der stärksten Einflussfaktoren, die im Alter den Blutdruck und das Herzinfarktrisiko ansteigen lassen. Denn Einsamkeit begünstigt einen höheren Spiegel an Stresshormonen. Durch die bereits oben angeführte Ähnlichkeit der Säugetiere kann auch hier die Annahme getroffen werden, dass Tiergesundheit und Stressausmaß im Zusammenhang stehen.
Bei den diesjährigen Schlägler Biogesprächen wurde ausdrücklich von Veterinärmedizinern auf diesen Zusammenhang verwiesen, dass Stress Tiere krank macht.
Also ist es im Zusammenhang mit Tiergesundheit wert zu fragen, was Kühe stresst.

Und dann gibt es noch ein anderes Kriterium, das den Menschen besonders als Beziehungswesen auszeichnet und das auch höhere Tierarten besitzen, nämlich das sogenannte System der Spiegelneuronen. Nicht nur der Mensch sondern auch die höher entwickelten Tiere besitzen mit diesen Zellen ein neurobiologisches System, das eine intuitive wechselseitige Einstimmung ermöglicht. Das System dieser besonderen Zellen sorgt dafür, dass ein Individuum das, was es bei einem anderen Individuum der gleichen Art wahrnimmt, im eigenen Organismus - im Sinne einer stillen inneren Simulation – nacherlebt. Das ist z.B. der Grund, warum wir Menschen Schmerz empfinden, wenn wir zusehen müssen, wie eine andere Person heftig verletzt wird. Ich überlasse es nun der Phantasie des Lesers, sich darüber Gedanken zu machen, wie das Vorhandensein der Spiegelneuronen sich bei den Tieren auswirkt.

Die Bedeutung der Lebenserfahrung für die Entwicklung der Aggression ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Wie kommt es zu Aggression? Ein Referent stellte bei den Schläger Biogesprächen die These auf, dass nur der zahme Tiere hat, der sich selbst gezähmt hat. Steht Aggression also in Verbindung mit der erlebten Aussensituation? Bei Menschen lässt z.B. Misstrauen den Blutspiegel eines wichtigen Aggressionshormons ansteigen. In der Annahme ähnlicher Strukturen innerhalb der großen Säugetierfamilie könnte auch auf Kühe bezogen gesagt werden: Vertrautes, Wohltuendes und Sicheres schafft Vertrauen, Misstrauen und Ablehnung begünstigen Aggression. Eine ursprüngliche Funktion der Aggression liegt in der Bewahrung der Unversehrtheit des Organismus und in der Abwehr von Schmerz.
Prof. Susanne Waiblinger (Referat auf der 14. Freilandtagung) hat sich in einer Untersuchung mit der Einstellung von Bauern zu ihren Tieren auseinandergesetzt und sie mit der messbaren Fluchtdistanz in Beziehung gesetzt. Dabei ergab sich folgendes überzeugendes Ergebnis: Je besser die Mensch-Tier-Beziehung, umso weniger Furcht und umso mehr Vertrauen haben die Tiere in den Menschen. Diesen Kühen konnte man sich leicht nähern. Anders war es jedoch bei Besitzern, die meinten, die Kühe müssten für eine leichte Handhabbarkeit den Menschen fürchten.


Fördert Angst, Uneinschätzbarkeit einer Situation und Schmerz die Aggression des Tieres, so ist Liebe dagegen wie ein Beruhigungsmittel. Beim Menschen weiß man, dass menschliche Zuwendung gleichsam als Medikament eingesetzt werden kann. Dopamin, Oxytozin und endogene Opioide werden dabei ausgeschüttet und sie sind Schmerz –, Beruhigungs- und Wohlfühlmittel, die der Körper selber produziert. Bei Selbstreizungsversuchen von Ratten – bei Drücken eines Hebels wurde über einen fest mit dem Schädel verbundenen Draht und eine implantierte Hirnelektrode ein schwacher Stromstoß erzeugt – wurde ein Gehirnareal entdeckt, das für das Entstehen von Glücksgefühlen bei Ratten verantwortlich war. Sie drückten den Hebel bis zur völligen Erschöpfung. So kam man diesem System auf die Spur. Auch diese Befunde wurden auf den Menschen übertragen.
Beziehung ist eine hochwirksame Medizin. Das gilt nicht nur für Menschen sondern auch für andere Mitglieder der Säugetierfamilie. Das ist erfahrungswissenschaftlich belegt. Fachwissen ist eben der eine Teil des Heilsamen, der andere ist die Beziehung.

Mich haben diese Befunde sehr beeindruckt. Es ist also keine illusionäre Vermenschlichung, was ich an unseren Kühen entdeckte.
Der Begriff des Zähmens bekommt so für mich eine neue Bedeutung.
Zähmen bedeutet in dem Kontext, mir die Kühe vertraut zu machen. Und damit übernehme ich Verantwortung. Ganz liebevoll wird das in der Geschichte vom Kleinen Prinzen von Saint-Exupéry gesagt. Hier begegnet der Kleine Prinz dem Fuchs, der ihm erklärt, dass er noch nicht mit ihm spielen könne, weil er noch nicht gezähmt sei. Denn das Zähmen sei eine in Vergessenheit geratene Sache und bedeute, sich „vertraut machen“, denn man kenne nur die Dinge, die man zähmt. Er sagt: „Wenn du einen Freund willst, dann zähme mich.“ Und „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“
Ich übertrage das auf unsere Haustiere.
Wildtiere leben in einer Umwelt, in der sie gelernt haben, die Gefahren einzuschätzen, zu flüchten, zu kämpfen, sich totzustellen. Als der Mensch sie zu Haustieren machte, gab er ihnen eine Umwelt, in der er für Schutz und ausreichend Nahrung für die Tiere sorgte, sich mit ihnen vertraut machte. Im Gegenzug erhielt er von den Tieren die Basis für bestimmte Nahrung und Kleidung. Damit dieser „Tauschhandel“ reibungslos vonstatten gehen konnte, war es notwendig miteinander eine Beziehung aufzunehmen, die auf einer Vertrauensbasis stand. Aggression ist in diesem respektvollen wechselseitigen Geben und Nehmen nicht notwendig. Aggressive Tiere sind für mich ein Signal, dass die Tiere sich bedroht erleben.
Manchmal entsteht Aggression auch bei einem gegenseitigen Missverstehen. Der Mensch erlebt sich vom Tier bedroht, obwohl dieses eine seinem Wesen nach ganz natürliche Distanzregulierung vornimmt, der Mensch es aber missinterpretiert, aggressiv reagiert und damit einen Aggressions- und Bedrohungskreislauf in Bewegung setzt.
Oft wird zähmen als ein Unterwerfungsakt missverstanden. Das Recht des Stärkeren muß dann durchgesetzt werden. Unterwerfen kann ich nur mit Angstmache und Gewalt. Da hat „Freund werden“ keinen Platz mehr. Aus neueren Forschungsergebnissen weiß man, dass Angst und Schmerz als Erfahrung im Zusammenhang mit einer ganz bestimmten Aussensituation abgespeichert werden. Die Tiere setzen den erlittenen Schmerz, den Platz, wo sie ihn erlitten haben, und auch den Menschen, der dabei war, in einen Zusammenhang. (So fragen sich mittlerweile auch viele, ob nicht das Enthornen von Kälbern und die dabei zugefügten Schmerzen eine erste heftig traumatisierende Erfahrung des Kalbes mit der Spezies Mensch ist, die sich tief einprägt.) Jeder, der zahme Kälber hat, weiß, dass Gewalt und Schmerz beim Zähmen nichts zu suchen haben, denn dann flüchten die Tiere. Das Kalb kommt aber, wenn die Aussicht auf etwas Wohltuendes im Raum steht. Die ihm eigene Neugier (wie auch bei Menschenkindern) lässt es die Umgebung erkunden Und natürlich muss es zuerst die Erfahrung machen dürfen, dass streicheln, striegeln und Leckeres nichts Bedrohliches ist. Und dafür braucht es viel Zeit und Geduld. Der Mensch muss sich hier an das Tempo der Tiere anpassen und nicht umgekehrt.
Und wenn wir das schaffen, dann machen wir uns aber selber damit auch ein großes und wichtiges Geschenk. Lasse ich mich auf die Bedächtigkeit der Kühe ein, dann spüre ich bei mir selber, wie ein langsames Aussteigen aus der Hektik plötzlich da ist. Sich auf das Tempo der Kühe einzulassen hat eine meditative Qualität. Und ich behaupte, dass die Kühe es spüren, wenn ich mich auf ihr Tempo einlasse. Dann ist es plötzlich auch einfach, notwendige Schutz- und Gesundheitsmaßnahmen zu machen, die bei Hektik nur ein Ausweichen der Tiere zur Folge haben. Ich erinnere mich dabei an einen Satz eines erfahrenen Züchters, der einmal meinte, wenn ich wissen möchte, wie es mir geht, dann solle ich meine Tiere beobachten, die würden meine Befindlichkeit widerspiegeln.
Und es ist eine Freude, zur Herde zu gehen, das Vertrauen der Kühe wahrzunehmen und zu erleben, wie sie die Zuwendung genießen.


Verfasserin: Helga Krückl